Wer versteht das: Straßenentwässerungsinves-titionskostenschuldendienst-umlage

Die deutsche Sprache hat die Fähigkeit, sich unverständlich auszudrücken bzw. die bürgerliche Klasse, die Wortmonster erschafft, hat kein ästhetisches Empfinden, neigt dazu, das grässliche klassische Latein nachzuahmen und sich dabei gebildet zu fühlen. Doch Bildung ist doch etwas anderes. In der juristischen Fachsprache tauchen solche unmöglichen Begriffe wie in der Überschrift exemplarisch zitiert immer wieder auf.

Im Säxischen ist es gar nicht möglich, solche Wörter zu bilden. Spätestens nach dem zweiten Attribut würde man sich an den Kopf fassen. Das säxische Sprachgefühl würde sich dagegen stemmen.

Wie beurteilt denn die KI („Künstliche Intelligenz“) Qwen die Sachlage?

Die KI gibt sogar Verbesserungsvorschläge. Doch meine ich, zwei Genitive hintereinander klingen unschön und deshalb belasse es beim „før“ (für) statt „fun“ (des).

Was ich aus den Antworten der KI folgere, ist ihre formale „Denkweise“ bei Wortbildungen. So richtig „intuitives“ Vorgehen und „Fühlen“ kann sie nicht. Sie hat kein „Sprachgefühl“. Sie würde genauso Wörter bilden wie dies bürgerliche Juristen tun.

Im Grunde ist eine KI nur eine riesige Datenbank, aus der sie dann die häufigsten Muster herausgreift. Sie macht immer wieder Fehler, wie ich bemerkt habe. Außerdem arbeitet sie nicht konsistent, sondern gibt „schwankende“ Auskünfte bei Fachfragen. Oje.

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