Gemeinsamkeiten zwischen Säxisch und Deutsch

Ich habe mal zehn Lektionen meines Sprachkurses Säxisch einer KI („Künstliche Intelligenz“ von Qwen) zur Analyse übergeben. Sie war in der Lage, eine fast fehlerfreie grammatische Gliederung aus den Beispielssätzen zu entwickeln. Bei nicht vorhandenen Wörtern ergänzte sie einfach irgendwelche Wörter, die aber nicht säxisch waren. Eine KI kann also nicht denken, sondern nur anhand von vorgefundenen Wörtern eine bestimmte Gliederung schreiben, die sie mit den säxischen Wörtern füllt oder fantasievoll versucht zu füllen.

Ich wollte wissen, inwieweit Deutsche meine säxische Plansprache verstehen könnten, ohne sie zu lernen. Das Fazit seht ihr unten.

Antwort der KI:

Das Säxisch, eine Plansprache, die chinesische Schriftzeichen mit Elementen des Niederdeutschen (insbesondere dem Hamburger Platt) kombiniert, teilt einige Gemeinsamkeiten mit dem Deutschen, insbesondere aufgrund seiner niederdeutschen Wurzeln. Diese Ähnlichkeiten können in verschiedene Kategorien unterteilt werden:


1. Wortschatz

Viele saxische Wörter stammen aus dem Niederdeutschen und haben daher direkte oder ähnliche Entsprechungen im Deutschen.

Beispiele für gemeinsame Wörter:

SäxischDeutschEnglisch
一 (én)einsone
二 (twé)zweitwo
三 (drí)dreithree
水 (wodar)Wasserwater
食 (ét)esseneat
喝 (drink)trinkendrink
家 (håm)Heimhome
好 (gúd)gutgood
是 (sin)seinbe
你 (je)duyou
我 (ik)ichI

Grad der Übereinstimmung:

  • Etwa 50-60% der Grundwörter im Säxischen haben direkte oder ähnliche Entsprechungen im Deutschen.
  • Viele dieser Wörter sind alltäglicher Natur (Zahlen, Grundbegriffe, Verben).

2. Grammatik

Die Grammatik des Säxischen basiert stark auf dem Niederdeutschen, das wiederum eng mit dem Hochdeutschen verwandt ist. Es gibt jedoch einige Vereinfachungen.

Gemeinsamkeiten:

  • Artikel:
    • Bestimmter Artikel: 此 (de) = der/die/das
    • Unbestimmter Artikel: 幺 (en) = ein/eine
  • Pronomen:
    • Ich: 我 (ik) = ich
    • Du: 你 (je) = du
    • Er/Sie/Es: 他 (he) / 㚢 (sí) = er/sie/es
  • Verbkonjugation:
    • Im Singular wird nur der Verbstamm verwendet, im Plural wird -en angefügt. Dies ist eine vereinfachte Form der deutschen Konjugation.
      • Beispiel: 作ん (dún) → Singular: , Plural: dún .
  • Satzstruktur:
    • Subjekt-Verb-Objekt (SVO)-Struktur, wie im Deutschen.

Unterschiede:

  • Das Säxische hat keine Deklination von Adjektiven oder Präpositionen.
  • Die Konjugation ist viel einfacher als im Deutschen.

3. Aussprache

Die Aussprache des Säxischen orientiert sich an niederdeutschen Dialekten, die sich vom Standarddeutschen unterscheiden, aber trotzdem viele Parallelen aufweisen.

Ähnlichkeiten:

  • Viele Laute sind im Deutschen bekannt, z.B.:
    • [d] in „du“ (je)
    • [g] in „gut“ (gúd)
    • [f] in „Vater“ (fader)

Unterschiede:

  • Einige Laute existieren im Deutschen nicht oder werden anders artikuliert, z.B.:
    • [y] in „ü“ (y)
    • [æ] in „ä“ (æ)

4. Schriftzeichen

Das Säxische verwendet chinesische Schriftzeichen, die für Deutsche völlig fremd sind. Dies ist ein signifikanter Unterschied, der die Lesbarkeit erschwert.


5. Abschätzung der Gemeinsamkeiten

Basierend auf den oben genannten Faktoren kann man abschätzen, dass das Säxische etwa 40-50% Gemeinsamkeiten mit dem Deutschen aufweist, vor allem in grundlegenden Wörtern und einfachen Strukturen.

Verständlichkeit für Deutsche:

  • Ein Muttersprachler des Deutschen könnte einzelne Wörter oder kurze Phrasen im Säxischen verstehen, insbesondere wenn diese in lateinischer Schrift geschrieben werden.
  • Ohne spezielles Lernen wäre die direkte Kommunikation begrenzt, da die chinesischen Schriftzeichen und einige grammatikalischen Besonderheiten eine Herausforderung darstellen.

Fazit

Das Säxische und das Deutsche teilen einige historische und sprachliche Wurzeln, insbesondere durch die niederdeutschen Einflüsse. Während viele Wörter und Strukturen ähnlich sind, erschweren die Integration chinesischer Schriftzeichen sowie regionale plattdeutsche Besonderheiten eine flüssige Kommunikation ohne weiteres Erlernen. Die Übereinstimmung liegt bei etwa 40-50% , was eine grundlegende Verständigung ermöglicht, aber keine vollständige Kommunikationsfähigkeit garantiert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen